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ID #2865

Commodore: AA3000

Commodore: AA3000

Picture of the AA3000 Motherboard
AA3000 Motherboard

The
Die "AGA Mädels" Alice und Lisa

aa3000plus.jpg

Picture showing where the DSP/DSP Socket would have been fitted
Das Bild zeigt, wo der DSP bzw. DSP-Sockel sitzen würde.

Picture showing the DSP socket and the ZIP RAM banks
DSP-Sockel (Platzhalter) und die ZIP-RAM Bänke

NOTE: No 31Khz output unlike the standard A3000
Hinweis: Im Gegensatz zum standard A3000 keine 31KHz Ausgabe

3000plusblankpcb2.jpg

A3000+ Motherboard PCB - 73K

 

Hinweis: Der AA3000 und der A3000+ waren zwei Versuche seitens von Commodore, einen AGA basierten Amiga 3000 zu bauen. Obwohl es sich um zwei getrennte Projekte handelte, waren Konstruktion und Zielsetzung nahezu identisch und da keines davon jemals Marktreife erlangte, blieb die Grenze zwischen beiden Projekten ziemlich unklar. Ebenfalls unklar ist, welche Information zu welchem Projekt gehört oder ob sie möglicherweise auf beide zutrifft. Daher bezieht sich dieser Artikel sowohl auf den AA3000, als auch den A3000+.

Standard Spezifikationen

Gehäuse Typ: Desktop
Prozessor: 030@25MHz
MMU: Intern
FPU: 68882@25MHz
Chipsatz: AGA
Kickstarts: V3.0
Bus Controller: Super Buster Rev 7
Erweiterungssteckplätze:

4 x 100pin Zorro III Steckplätze
1 x (AGA?) Video Steckplatz (inline mit Zorro)
2 x Inactive 16bit ISA Slots (inline mit Zorro)
1 x 200pin CPU Erweiterungssteckplatz

Standard Chip-RAM: 2MB (ZIP Chips)
RAM-Sockel: ZIP-Chip Sockel
Festplatten Controller: 1 x SCSI-II Controller
Schnittstellen: 1 x 25pin Seriell
1 x 25pin Parallel
1 x 23pin RGB Video
1 x 23pin Externes Diskettenlaufwerk
2 x 9pin Joystick/Maus
2 x RCA Audio (Links/Rechts)
1 x 25pin SCSI-Anschluß
1 x Tastaturanschluß
Diskettenlaufwerk: 1 x Internes 1.76MB HD-Laufwerk
Mainboard Revisionen: Rev 0 (A3000+, die meisten Komponenten sind auf Sockeln befestigt)
Rev 1 (A3000+, Audio Subsystem vollständig; die meisten Komponenten sind direkt auf die Mainboardoberfläche montiert)
Rev 2 (AA300)
Batterie gestützte Uhr: Ja, verwendet tonnenförmige Batterien.

 

Der AA3000 ist ein sehr seltener Rechner, von dem nur eine Handvoll Geräte existieren (schätzungsweise 3-6). Commodore soll angeblich um die 50 Stück produziert haben, ließ aber die meisten davon vernichten, als die Firma sich auflöste. Leider kam der AA3000 nie offiziell auf den Markt. Der AA3000 und der A3000+ waren im Grunde verschiedene Projekte mit ähnlichen Zielen. Die Form des Gehäuses gleicht im Wesentlichen der des A3000 (inklusive PSU), vermutlich mit einigen kleinen Anpassungen für die Zorro-Steckplätze, da diese sich in den Abmessungen leicht unterscheiden. Sie sind etwa 1" dichter am Gehäuse. Offenbar wurde auch die Beschriftung auf dem Gehäuse geändert, damit man sieht, um welches Gerät es sich handelt. Der AA3000/A3000+ ist sowas wie eine Zwischenstufe zwischen dem A4000 und dem A3000 mit einem voll funktionierenden AGA-Chipsatz auf einem A3000 Mainboard mit integriertem SCSI. Er besitzt keinen Amber Chip, der im A3000 als Scandoubler/Flickerfixer fungiert, um das Amiga-eigene Videosignal auf einem PC-üblichen SVGA-Monitor wiederzugeben. Auf dem Mainboard findet man Platz für einen geplanten DSP, der Gerüchten zufolge 16bit Audio und zusätzliche Einsatzmöglichkeiten für mathematische Prozesse bieten sollte. Das Gerät hat auch einen standard 200 Pin CPU Fast Steckplatz, um Prozessorkarten hinzuzufügen, wie man sie auch im A3000 und A4000 findet. In der Tat arbeitet das Gerät auf den Fotos mit einer A3640. Der AA3000/A3000+ verwendet auch die selbe Kickstart im gleichen ROM-Format, wie der A4000, also KS3.0, aufgeteilt in 2 ROM-Chips. Die Zorro- und ISA-Steckplätze befinden sich ebenfalls auf einem Daughterboard (Riser-Karte), das senkrecht auf das Mainboard aufgesteckt wird. Habt Ihr Euch jemals einen A3000 mit AGA-Chipsatz und DSP vorgestellt? Nun dann versucht Euch eins von diesen Babies zu schnappen! :) Es heißt, sie seien sehr stabil und AGA-Spiele laufen auf ihnen genauso gut, wie auf jedem A4000 oder A1200.

 

Dave Haynie über den A3000+

"Der Amiga 3000+ war der erste Computer, der auf dem Pandora Chipsatz basierte (welcher später als AA und dann AGA bezeichnet wurde). Die Revision 0 dieses Systems startete erstmals erfolgreich im Februar 1991, dank einer Chip-Revision, die die Logik der Bilderzeugung tatsächlich zum Laufen brachte. Dies ist Revision 1, welche das Audio-Subsystem vervollständigte und auf Oberflächenmontage umsattelte.

Wie der Name vermuten läßt, war dieses System als einfacher Ersatz für das bereits vorhandene Amiga 3000 Mainboard konzipiert. Zusätzlich zu den vertrauten Besonderheiten des Amiga 3000 und späteren Computern, wie dem Amiga 4000, glänzte der Amiga 3000+ mit dem AT&T DSP3210 Digitalsignal-Prozessor als Coprozessor.

Man kann in der oberen linken Ecke des Boards schon ziemlich viel von der Schaltung sehen, die mit dem DSP zusammenarbeiten sollte. Es wurde ein Audio-Codec entwickelt, der 16-bit 2-Kanal Aufzeichnung und Wiedergabe ermöglichen sollte. Das war ziemlich fortschrittlich für die Zeit, denn während solche Chips heutzutage nichts Besonderes sind, wurden sie damals erst allmählich verfügbar. Außerdem gab es noch einen separaten Mono-Codec mit Hardware-Phasenkorrektur, der Modem-Protokolle bis hin zu V32 unterstützte. Der eigentliche DSP befand sich rechts über der CPU.

Hinweis: Dies ist ein ECHTER Amiga 3000+, sehr selten. Die meisten der Amiga 3000+ Systeme, die heute noch im Umlauf sind - egal ob Boards oder ganze Computer - sind in Wirklichkeit abgespeckte "AA3000", welche auftauchten, nachdem die Bill Sydnes Administration die Einstellung der Produktion des A3000+ angeordnet hatte.
" - Dave Haynie

 

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Dave Haynie

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Letzte Änderung des Artikels: 2009-12-13 20:24
Revision: 1.1

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